Filmtipp: Gaucho Gaucho
Ein Film von Michael Dweck und Gregory Kershaw
„Gaucho Gaucho“ ist keine typische Dokumentation mit viel Stimme aus dem Off – stattdessen nimmt uns der Film mit in die stille, aber kraftvolle Welt der argentinischen Gauchos. Wir sehen ihren Alltag: wie sie aufstehen, sich um Pferde kümmern, durch weite Ebenen reiten, Rituale gestalten und an Festen teilnehmen. Bilder von offenen Landschaften, Sonnenaufgängen und wilden Pferden wechseln mit Momenten der Gemeinschaft – beim Rodeo, beim Austausch mit älteren Gauchos, bei der Arbeit und beim Feiern– und lassen uns spüren, wie tief die Verbindung von Mensch, Tier, Natur und Tradition hier verwoben ist.
Die Atmosphäre ist ruhig und poetisch: Geräusche der Natur, das Wiehern der Pferde, Schritte über Gras und Staub, Gespräche, Musik und Schweigen. Es ist eine Lebensweise, in der das Hier und Jetzt zählt, in der Vergangenheit und Zukunft Nebeneinanderstehen – getragen von Stolz, Zugehörigkeit und dem Spüren von Freiheit.
Der Film zeigt eindrücklich, wie wichtig Verwurzelung ist – mit Tradition, mit der Natur, mit Gemeinschaft. In einer Welt, die sich oft über Tempo, Fortschritt und Technik definiert, erinnert „Gaucho Gaucho“ daran, wie sehr Identität und Zufriedenheit auch aus Einfachheit, Respekt vor dem Land und den Lebewesen entstehen können. Er lehrt uns, dass Verbindung – sei es zum Tier, zur Gemeinschaft oder zur eigenen Geschichte – stark machen kann.
Kinostart in Deutschland: 11. September 2025