Filmtipp: Der Tod ist ein Arschloch
Ein Film von Michael Schwarz
Der Tod gehört zum Leben – und doch tun wir uns oft schwer, ihm ins Gesicht zu sehen. Genau hier setzt der deutsche Dokumentarfilm „Der Tod ist ein Arschloch“ von Michael Schwarz an. Der Film begleitet das Berliner Bestattungsinstitut Lebensnah Bestattungen und gibt uns einen intensiven, berührenden Einblick in die Arbeit von Bestsellerautor und Bestatter Eric Wrede und seinem Team.
Im Fokus stehen Begegnungen und Geschichten der Menschen, die hier Abschied nehmen müssen. Wir sehen, wie das Team Verstorbene mit größtem Respekt behandelt, Trauernde einfühlsam begleitet und individuelle Abschiedsrituale gestaltet. Besonders bewegend ist die Episode einer todkranken Frau, die gemeinsam mit Eric Wrede ihre eigene Bestattung plant – eine Sequenz, die zugleich Mut, Frieden und Würde ausstrahlt. Zwischen den Zeilen spüren wir die stille Frage: Wie gehen wir mit Tod, Verlust und Abschied um?
Jede Szene vermittelt, dass Tod und Leben zwei Seiten derselben Medaille sind. Wir lachen, wir fühlen mit, wir sind still – und doch bleibt immer Raum für Reflexion.
Der Film lehrt uns, dass das Sterben ein natürlicher Teil des Lebens ist, den wir nicht verdrängen, sondern anerkennen sollten. Abschiednehmen kann heilsam sein – sowohl für die Hinterbliebenen als auch für uns selbst. Wir lernen, dass Mitgefühl, Präsenz und bewusste Rituale helfen, das Unausweichliche mit Würde zu begegnen. Gleichzeitig erinnert uns der Film daran, das Leben in seiner Kostbarkeit zu schätzen, jeden Moment bewusst zu erleben und die Menschen um uns herum wertzuschätzen.
Kinostart: 27. November 2025 in den deutschen Kinos.
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