Filmtipp: Die Camino-Therapie – Finde deinen Weg

Ein Film von Yann Samuell

Inspiriert von einer wahren Geschichte erzählt der Film von zwei Menschen, die unterschiedlicher kaum sein könnten – und doch gemeinsam aufbrechen müssen.

Fred ist Lehrerin und versucht, ihr zunehmend wankendes Leben wieder in Ordnung zu bringen. Adam ist ein rebellischer Jugendlicher, geprägt von Pflegeheimen, Schulverweisen und Jugendhaft. Ein Resozialisierungsprogramm bringt die beiden auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela. Was als pädagogische Maßnahme beginnt, wird Schritt für Schritt zu einer Reise, die beide an ihre Grenzen führt.

Zwischen Streit, Schweigen, Erschöpfung und unerwarteten Momenten der Nähe zeigt sich: Der Camino fordert nicht nur den Körper. Er bringt auch das ans Licht, was lange verdrängt wurde. Fred hält an Kontrolle und Ordnung fest, während Adam versucht, seiner Vergangenheit und seiner Wut zu entkommen. Doch auf dem Weg gibt es kein Ausweichen. Jeder Schritt führt näher zu den eigenen Themen – und manchmal auch näher zu einem Menschen, den man zuerst gar nicht verstehen wollte.

Vor der eindrucksvollen Kulisse des Jakobswegs entsteht ein ruhiger, berührender Film über Aufbruch, Loslassen und die Kraft von Verbindung. Die äußere Wanderung wird dabei immer mehr zu einer inneren Bewegung: weg vom alten Schmerz, hin zu mehr Vertrauen, Verständnis und Selbstannahme.

Der Film erinnert auch daran, dass Begegnungen uns verändern können – besonders die, die uns herausfordern. Und dass neue Wege entstehen können, wenn wir bereit sind, einem anderen Menschen wirklich zuzuhören.

Läuft ab dem 2. Juli 2026 in den deutschen Kinos.

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