Filmtipp: FRANZ K.
Ein Film von Agnieszka Holland
Prag, Anfang des 20. Jahrhunderts: Franz Kafka wächst zwischen der Strenge des Vaters, der nüchternen Arbeit im Versicherungsbüro und einer immer lauter werdenden inneren Stimme heran. Der Film folgt ihm in Episoden – von prägenden Begegnungen mit Felice Bauer und Milena Jesenská über die Freundschaft zu Max Brod bis hin zu Momenten, in denen Fantasie und Wirklichkeit ineinanderfließen. Agnieszka Holland erzählt nicht als klassisches Biopic, sondern als poetische Collage, die Kafkas Innenwelt sichtbar macht: humorvoll, schmerzhaft, zart und mit Bildern, die an seine später „kafkaesk“ genannten Themen erinnern.
„Franz K.“ ist eine Einladung, der eigenen Wahrheit treu zu bleiben – auch wenn Erwartungen von außen laut sind. Der Film zeigt, wie Beziehungen uns formen, wie Kunst aus Spannung entsteht und wie Mut oft darin liegt, dem leisen, beharrlichen Ruf der Seele zu folgen. Wer hinschaut, entdeckt: Kreativität braucht Raum, Zeit und die Bereitschaft, Brüche auszuhalten.
Läuft seit dem 23. Oktober 2025 in den deutschen Kinos.
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