Filmtipp: Romería – Das Tagebuch meiner Mutter

Ein Film von Carla Simón

Die 18-jährige Marina steht kurz vor einem neuen Lebensabschnitt, als sie für ein Stipendium in die Heimat ihres verstorbenen Vaters reist. Dort begegnet sie erstmals einem Teil ihrer Familie, den sie nie kennengelernt hat. Zwischen neuen Gesichtern, widersprüchlichen Geschichten und dem Tagebuch ihrer Mutter beginnt sie, die Vergangenheit ihrer Eltern zu rekonstruieren – und sich selbst darin neu zu verorten.

Was sie findet, sind keine klaren Antworten, sondern Bruchstücke: Erinnerungen, die verdrängt wurden, Erzählungen, die sich widersprechen, und Gefühle, die lange keinen Platz hatten. Schritt für Schritt entsteht daraus ein eigenes Bild – getragen von Beobachtung, Nähe und dem Versuch zu verstehen, wer ihre Eltern wirklich waren.

Der Film berührt leise Fragen, die viele kennen: Wie entsteht Identität, wenn wichtige Teile der eigenen Geschichte fehlen? Und wie gehen wir mit dem um, was nicht ausgesprochen wurde? In seiner ruhigen, fast meditativen Erzählweise zeigt Romería, dass Verstehen nicht immer bedeutet, Antworten zu finden – sondern einen eigenen Umgang mit dem Unvollständigen zu entwickeln.

Läuft seit dem 2. April 2026 in den deutschen Kinos.

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