Filmtipp: ETERNAL YOU – VOM ENDE DER ENDLICHKEIT

Ein Film von Hans Block und Moritz Riesewieck über die Möglichkeiten der KI und den Traum von Unsterblichkeit

Stell dir vor, du könntest wieder mit einem geliebten Menschen sprechen, der schon von uns gegangen ist. Was würdest du ihm oder ihr sagen? Welche Fragen würdest du stellen? “ETERNAL YOU – VOM ENDE DER ENDLICHKEIT” taucht tief in diese Fragen ein und erkundet die faszinierenden, aber auch beängstigenden Möglichkeiten, die Künstliche Intelligenz (KI) uns heute bietet.

Mithilfe künstlicher Intelligenz schaffen Start-ups digitale Avatare, die es Trauernden ermöglichen, mit ihren geliebten Verstorbenen in Kontakt zu treten und mit ihnen zu kommunizieren.

Der Film begleitet die Pioniere und ersten Nutzer dieser neuen Technologie. Menschen aus aller Welt greifen auf diese Services zurück, um mit den digitalen Klonen ihrer verstorbenen Angehörigen zu interagieren. Wir lernen Joshua kennen, der Tag und Nacht mit dem digitalen Abbild seiner ersten Liebe chattet und sie so an seinem Alltag teilhaben lässt. Christi hingegen sucht nur die Bestätigung, dass es ihrem verstorbenen besten Freund im Himmel gut geht, und erlebt dabei eine erschütternde Begegnung mit seinem KI-Konterfei. Jang Ji-Sung trifft auf den VR-Klon ihrer verstorbenen siebenjährigen Tochter und durchlebt Momente von tiefer Emotionalität und Trauer.

Die Erfinder dieser Technologien stehen im Zentrum einer ethischen Debatte. Sie lehnen jede Verantwortung für die tiefgreifenden psychologischen Folgen ab, die diese digitalen Wiederbelebungen für die Trauernden mit sich bringen können. Während zahlreiche Wettbewerber auf einen lukrativen Markt hoffen, da religiöse und kollektive Trauerformen an Bedeutung verlieren, stellen sich dringende Fragen: Wie weit soll KI in unser Leben vordringen – vor und nach dem Tod? Und zu welchem Preis?

“ETERNAL YOU – VOM ENDE DER ENDLICHKEIT” ist weder eine Warnung vor KI noch eine Befürwortung dieser Technologie. Vielmehr lädt der Film uns ein, uns voller Neugier auf diese tiefgreifende Erkundung einzulassen und über die möglichen Folgen nachzudenken.


Filmstart: 20. Juni

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